Sein Schaffen

sein schaffenRealistische und abstrakte Werke

Das Oeuvre Josef Rickenbacher, 1983 mit dem Kulturpreis des Kantons Schwyz ausgezeichnet, umfasst sowohl realistische Figürlichkeit als auch radikal vereinfachte Form, von der kleinen Skulptur bis zur grossen Plastik, meist in Bronze gegossen, seltener in Stein gehauen. Seinen Figuren – ob religiösen oder weltlichen Inhalts – haftet etwas „Archaisches“ an, auch „Bodenständiges“, indem sie sich aus dem Block und vom Boden in die Höhe entwickeln. John Matheson charakterisierte die Plastiken mit dem Hinweis : „Zweck und freier plastischer Ausdruck vereinen sich widerspruchsfrei. Nicht zuletzt ist dies möglich, weil da für Josef Rickenbacher selbst kein Gegensatz besteht. Es zeugt von Gelassenheit, Kunst als freies wie zweckgebundenes „Handwerk“ zu verstehen, dem, ob figürlich oder abstrakt, sprechenden Formen Mittel und Ziel sind.“

 

Vom freien Schaffen des Künstlers

Wiederholt bezeichnet Josef Rickenbacher das freie Schaffen als „Dessert“, denn „da kann man sich erholen, da trifft man sich selber, kann sich geben, wie man ist. Freies Schaffen widerspiegelt, wie es um einen steht, was du bist. Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, dass man wirklich frei ist und sich von allem ringsum lösen kann…“. Ebenso plädierte er immer wieder für das Risiko, das er als Freischaffender schon früh selber eingegangen war. Wie machte er sich doch auch als Mitglied der Kulturkommission des Kantons Schwyz dafür stark, auch in der Förderung von Kunst und Kultur mögliche Risiken einzugehen, ein Experiment zu wagen und allenfalls scheitern zu lassen… Und doppelte pointiert nach mit dem Nachsatz: Nicht wir entscheiden hier und heute, ob ein Kunst-Werk „verthebt“, also Bestand hat, sondern darüber entscheidet die Zeit nach uns!